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U-Bahnen

Ich liebe die U-Bahn. Und ich hasse sie. Demnach eine Hassliebe. Aber mein Hass überwältigt mich manchmal. Dann kann ich sie nicht mehr lieben. Die U-Bahn in Wien. 5 Linien. U1, U2, U3, U4 und U6. Fragt mich nicht, warum es keine U5 gibt. Ich hab nicht den blassesten Schimmer. Wahrscheinlich weiß es sowieso niemand.
Nya. Die U-Bahn ist nützlich. Man kommt auf dem schnellsten Weg von A nach B, weil sie unter der Erde fährt. Jedenfalls fast immer. Manchmal hat die U-Bahn auch Störungen. So wie heute. Das ist nicht so schön.
Es gibt verschiedene Störfaktoren in der U-Bahn. Zum einen der Geruch. Es gibt verschiedene Arten von Gestank in der U-Bahn, die sich zu einer Mixtur verschlingen, die schon kaum zu ertragen ist. Da gäbe es Schweißgeruch von Leuten, die anscheinend noch nie geduscht haben und noch nie ein Deo gekauft haben. Manche dieser Leute verwenden, um das Ganze zu übertünchen, Massen an Parfum, was insgesamt dann schrecklich riecht. Dazu noch Leute, die übertrieben Parfum verwenden, ohne dass sie stinken, der übliche abgestandene Gestank der U-Bahn und diverse Exkremente/verfaulte Essenreste/whatever in der Ecke, und voilá! Fertig ist der U-Bahngeruch. Dadurch sackt die Qualität in der U-Bahn schon sehr herab.
Als Nächstes gäbe es die U-Bahnsitze. An manchen klebt Kaugummi, sodass man sich echt nicht hinsetzen will. Und manche haben so dunkle Flecken. Bzw. alle. Ich möchte lieber gar nicht erst wissen, was für Flüssigkeiten da schon eingetrocknet sind.
Und die U-Bahngriffe. Wer das alles schon angegriffen hat, bzw. was derjenige schon vorher angegriffen hat, will ich auch nicht wissen. Heute zB war der U-Bahngriff total schleimig. Ich will echt nicht wissen, warum. Manchmal seh ich Kinder, die die Griffe abschlecken. Prost Mahlzeit.
Und zu guter Letzt: die Fahrgäste. Es gibt sehr nette, angenehme Fahrgäste. Sie setzen sich hin, haben ihre Tasche auf dem Schoß, schauen aus dem Fenster oder lesen ein Buch und glotzen andere Fahrgäste nicht an. Sie hören nicht oder in kaum hörbarer Lautstärke Musik mit Kopfhörern, damit die anderen Fahrgäste sich nicht gestört fühlen. Und sie bieten alten Leuten ihre Plätze an. Zu dem Typ gehöre ich. Okay, ich stehe nicht immer für andere auf. Wenn mich ein altes Weib anmeckert, dass ich gefälligst aufstehen muss, dann bleib ich erst recht sitzen. Oder wenn meine Tasche total schwer ist. Oder wenn ich Blasen an den Füßen hab weil ich – wie heute – eine ganze Stunde auf der Suche nach einem bestimmten Buchladen durch Wien gelaufen bin (natürlich ohne Erfolg). Aber für eine schwangere Frau, oder ein altes Muttchen das sich traurig nach einem Platz umsieht, oder für eine Person mit einem Baby/Kleinkind oder für ein Kind mit extraschwerer Schultasche steh ich meistens auf. Da bin ich leider eine der wenigen. Für meine Schwester (im 7. Monat schwanger, das sieht sogar wer mit Sehschwäche) zB steht niemand auf.
Andere Fahrgäste sind leider auch sehr rücksichtslos. Zum Beispiel Leute mit Handys die Musik spielen können – natürlich ohne Kopfhörer, damit auch die Leute am anderen Ende des Zuges in den Genuss kommen. Oder die Personen die zwar mit Kopfhörern Musik hören, aber in derartiger Lautstärke, dass der armen Sau neben besagter Person die Ohren wackeln. Oder pädophile alte Säcke die arme unschuldige Schulmädchen mit blonden Ringellöckchen anglotzen. Oder junge Damen die mit ihren Freundinnen telefonieren – und sogar Personen 50 Meter weit weg wissen, was Karl denn nun zu Fritz gesagt hat, und warum Susanne so unglaublich sauer ist.
Wie gesagt: U-Bahnen sind vielfältig. Man kann sie hassen, und man kann sie lieben. Ich mache beides. Manchmal mehr, manchmal weniger. Aber nützlich sind sie schon, die Silberpfeile…
10.10.07 18:00
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


teras (10.10.07 19:41)
ringellöckchen x))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

nya, warst du schonmal in berlin? da sind die u-bahnen viel schlimmer als in wien ^^


LonelyMiracle / Website (10.10.07 19:43)
Nee, in Berlin nicht, aber in Paris, da sind die U-Bahnen auch schlim^^


Galinor / Website (10.10.07 20:46)
Das sind aber nicht die U-Bahnen, das ist die Gesellschaft. ;-)
Auf so etwas trifft man heute aber (leider) beinahe überall im öffentlichen Verkehr.


Pim (14.10.07 09:07)
U-Bahnen sind überall gleich. Manchmal etwas gleicher.

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